Der dramatische Nordfriedhof in Leipzig

An dieser Stelle wollen wir Ihnen einen Tipp geben, was Sie bei bewölktem Himmel oder sogar Regenwetter mit ihrer Kamera in der sächsischen Stadt Leipzig anstellen können. Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, gibt es viele historische Bauten welche Innen genauso interessant wie Außen sind. Viele Dcsm_Nordfriedhof_Trauerhalle_aussen_a1abebcf1eetails verstecken sich in den verzierten Säulen, Nischen und Ecken der alten Kirchen und Denkmäler.

Ein ganz besonderes Motiv, welches gerade bei Nieselregen und grauen Wolken eine besonders intensive Stimmung erzeugt sind Friedhöfe. In Leipzig ist der Nordfriedhof besonders interessant. Das großzügige Gelände des Nordfriedhofs befindet sich zwischen der Theresienstraße und der Berliner Straße. Innerhalb dieser Ruhestätte befinden sich viele opulente Grabstätten ehemaliger Leipziger Bürger, welche es vor 150 Jahren zu mehr oder weniger Ruhm und Bekanntheit geschafft haben.

So befindet sich auf dem Nordfriedhof in Leipzig um Beispiel die letzte Ruhestätte des bekannten Gastwirts Ernst Pinkert. Dieser machte vor 150 Jahren weniger mit seinem Lokal, dem Pfaffendorfer Hof, Schlagzeilen, sondern war für seine Tierschauen jedes Jahr am Pfingstwochenende bekannt. Er gilt als Gründer des Leipziger Zoos an der Kongresshalle. Seine opulente letzte Ruhestätte wird aus diesem Grund auch sinngemäß mit einem Löwen, dem Wahrzeichen der Stadt, geschmückt.

Verschiedene Ritter des Kaiser Franz Joseph Ordens haben auf dem Nordfriedhof in Leipzig ebenso ihre letzte Ruhestätte gefunden. Auch über die Grenzen Sachsens hinaus bekannt ist der Verlagsbuchhändler Carl Philipp Christian Tauchnitz.

Der Nordfriedhof in Leipzig gleicht eher einer großen Parkanlage, als einem Friedhof. Einer der Gründe für die Weitläufigkeit des Geländes liegt darin, dass kurz vor Beginn des 19. Jahrhunderts der Ostfriedhof und der Südfriedhof eröffnet wurden. Somit verlor der Nordfriedhof an Bedeutung und es fanden weniger Beisetzungen statt. Dies erklärt die großen Grünflächen, welche sich zwischen den letzten Ruhestätten bekannter Leipziger Bürger befinden.

Besonders wenn die Wolken tief hängen und die Nebelschwaden sich am Morgen durch den Nordfriedhof ziehen, besteht die Möglichkeit sehr dramatische Bilder mit seiner Kamera einzufangen.

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